lolitasingt

Musikantenstadl 1997




Die Stimme, die von Hänschenklein bis zum Ave Maria alles singen konnte.




Lolita, als einziges Kind von Ernst und Elisabeth Zuser am 17. Januar 1931, gegen Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, in St. Pölten-Spratzern im Traisental in Niederösterreich geboren und sieben Tage danach auf den Namen Edith getauft.

Sie absolvierte die Volks- sowie Hauptschule, um sich danach in der Handelsschule weiter fortzubilden. Sie galt als Lernbesessen und war immer Klassenbeste. In ihrem beruflichen Werdegang war sie nicht nur Landwirtschaftshelferin, Diplom-Kindergärtnerin, Zahnarzt-Assistentin, Vorarbeiterin einer Zwirnerei und Angestellte in der Lohnbuchhaltung ehe sie doch noch Sängerin wurde.

Ihre ersten schauspielerischen Erfahrungen sammelte sie auf der Heimatbühne in St.Pölten. Das musikalische Naturtalent wurde von der Mutter angeleitet, gefördert, gefordert und ausgebildet. Zwischenzeitlich hatte sie auch Gesangsunterricht von einer Gesangspädagogin in Wien.











2 Millionen Schallplatten mit einem Schlager.

polydor lolita

Als erste Frau in Europa - 2 Millionen verkaufte Schallplatten!




"Viele Männer haben mir den Hof gemacht" hieß das erste Lied, das von Lolita auf Band genommen wurde. Produziert von Studio Linz des Österreichischen Rundfunks

Am 27. April 1956 wurde sie, anläßlich eines großen Wiener-Unterhaltungsabends von dem österreichischen Produzente Gerhard Mendelsohn für die Schallplatte entdeckt.

Vorher tingelte sie nebenberuflich für eine Gegenpauschale von 175 Schilling in Bunten-Abend-Programmen über einige Provinzbühnen, u.a. mit dem Lied "Machen Sie doch bitte kein so böses Gesicht". Ein Manager, Charly Spiess, brachte sie zu dem österreichischen Renommier-Theater für Volksstücke "Die Löwinger Bühne".

Ditha Zusa war ihr erster Künstlername unter dem sie ihren ersten Schallplattentitel "Wenn im Tal die ersten Veilchen wieder blühen" sang. Es folgten weitere Aufnahmen, als Mitglied namhafter und weniger namhafter Gesangsgruppen.

"Ananas" war der Titel, mit dem Lolita als Lolita 1957 als Schallplatteninterpret gestartet wurde. "Ananas" entwickelte sich raketenhaft zum Bestseller, brachte Lolita in die Hitparaden und machte sie zum Schlager-Star.

Von der ersten großen Gage kaufte sie ihrer Mutter eine Waschmaschine




schallplatte lolita

Als erste Frau in Europa - 2 Millionen verkaufte Schallplatten!










Die goldene Schallplatte als erste deutschsprachige und europäische Interpretin.




Die nächsten Schlagererfolge waren: "Weißer Hollunder", Ein Nachzieher des Originals von Gitta Lind, sowie "Der weiße Mond von Maratonga" und "Seemann, lass das träumen".

Der Topschlage des Jahres 1961, der sich zum Evergreen entwickelte, brachte ihr für eine Million verkaufter Schallplatten, als erste deutschsprachige Interpretin, die goldene Schallplatte. Auf dem gesamten europäischen Schallplattenmarkt hatte vorher keine Sängering diese Verkaufszahl erreicht und diese Ehrung erhalten.

Sie war Star und Mitwirkende in 17 großen Spielfilmen, u.a. in:

  • Schick deine Frau nicht nach Italien
  • Der verkaufte Großvater
  • Weißer Hollunder
  • Schwarzes Rössl
  • Schlagerparade
  • Isola Bella
  • O sole mio

In Lilienfeld bei St.Pölten baute Lolita ein 40-Betten-Hotel, dessen guter Ruf durch eine 80%-ige Ausbuchung übers Jahr bestätigt wurde.

An die Zahl 27 konnte sie sich noch erinnern, wenn man sie nach ihren großen Tourneen fragt, sie zählte sie aber mit der Zeit nicht mehr.

Ihre tausendste GALA-Verpflichtung hat sie noch gefeiert und dann die zahlenmäßige Übersicht verloren.

Am 14. Juni 1963 kam es auf der Autobahn Mainz-Gießen bei Butzbach zu dem folgeschweren Unfall, der Lolita innere Kopfverletzungen, Lähmungserscheinungen, den zeitweiligen Verlust der Stimme, die akute Gefahr, das Augenlicht zu verlieren und 9 Monate Krankenhausaufenthalt brachte.

3 Jahre Bangen und Hoffen. Das "AUS!" schien gesprochen. 1964 wurde das Hotel verkauft. Umzug nach Wien. Umzug nach Salzburg-Mayrwies. Scheidung. 1967 ein neuer Beginn mit dem Lied zur Fernsehlotterie "Schmiede dein Glück".








Fernseh-Moderatorin von: "Lustige Musikanten" und "Im Krug zum grünen Kranze".

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Lolita als Fernsehmoderatorin und ihrem großen Schritt zurück an die Spitze




1971 heiratete Lolita den Schuhkaufmann Reinhard Bibaric. Das originellste Hochzeitsgeschenk: Der Gemeinderat Salzburg-Mayrwies benannte die Straße, in der das Haus von Lolita stand, amtlich mit Brief und Siegel Lolita-Straße. 1972 erfolgte der Umzug nach Großgmain.

1973 im Juni ereignete sich ein schwerwiegender Unfall beim sportlichen Spiel zu Hause. 2 Jahre lang Schmerzen in der Rückengegend und kein Arzt konnte die Ursache feststellen.

Für ihre Verdienste um die leichte Muse erhielt sie am 10.11.1973 von der Kölner Ehrengarde die "Goldene Mütze".

1975. Eine schwierige Operation. Ein Tumor am Rückenwirbel musste entfernt werden. Sechs Wochen Krankenhaus und ein Jahr Yoga-Übungen. Ein neuer langfristiger Vertrag mit RCA gibt neuen Auftrieb.

1976. Als Wirtin "Im Krug zum grünen Kranze" fungierte sie in 52 TV-Sendungen. Ein Vertrag mit dem ZDF, mehrere Sendungen "Lustige Musikanten", zusammen mit Maxl Graf zu moderieren wurde geschlossen.

Erste Produktion für RCA mit dem Produzenten Egon L. Frauenberger. Ausgezeichnet mit der "Hermann-Löns-Medaillie" für ihre Verdienste um die volkstümliche Musik.

1977. Nach 3 maliger Moderation von "Lustige Musikanten" kamen noch, nach den Publikumserfolgen der ersten Sendungen, weitere Verpflichtungen dazu. Rundfunk und Fernsehen, Galas und öffentliche Veranstaltungen und Tourneen. Von Konzertmanager Charly Buchman wurde sie bereits damals für 28 fixe Termine unter Vertrag genommen.

Bis zu ihrem Tod hatte Lolita mehr als 20 Millionen Schallplatten verkauft. Sie war zweimal verheiratet, aber ließ sich beide Male scheiden. Hatte ein Kind, ein Enkelkind und lebte zuletzt in Großgmain im Bezirk Salzburg-Umgebung. Sie erlag im Alter von 79 Jahren einem Krebsleiden. Die Urne mit den sterblichen Überresten von Lolita wurde in Großgmain beigesetzt.






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Lolita

1931 - 2010

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